Anja Jaeger Text

Text

Manchmal schreib ich…

Etwas was ich sehe oder erfahre oder nicht verstehe, lässt sich durch die Worte, die aus mir heraus wollen eher begreifen.

Frau Jaeger

Das neue Leben

Grillen zirpen
Schmetterlinge schwingen sanftmütig durch die Luft
Die Minimagarite streckt im Gras ihr Köpfchen empor
Die Biene stimmt dem Brummen der Hummel mit ein
Die Picknickdecke lädt zum Sonnenbad ein
Die Bäume und Sträucher sind noch im Ruhemodus
Wen stört das schon, wenn zu alledem im Winter noch Schneeglöckchen und Krokusse Farbe in die Welt zaubern.

Ergebnisoffen

Dein Weg
vorgegeben
Wenig Möglichkeiten aus dem Trott des Alltags auszubrechen
Pflichten
Müssen
Sollen
Haben
Machen
Was folgt Frust statt Lust
Katzenjammer statt hau den Lukas
Immer auf der Suche
Nach dem Mehr
dem Mehr an Geld
dem Mehr an Vergnügen
dem Mehr was der Nachbar hat
Latente Unzufriedenheit gepaart mit Leere
Leere die sich nicht abschütteln lässt, auch wenn sie durch Äußerlichkeiten gefüllt wird
Du rennst – Dein Weg vorgegeben!
Vorgegeben von da wo Du herkommst
Vorgegeben von dem was Du mitbringst
Vorgegeben von dem was Du glaubst zu wissen
Vorgegeben von Deinen Nächsten, die glauben es besser zu wissen und nur Dein Bestes wollen
Stop
Ausstieg
Umkehr
Einbahnstraße
Rückwärtsgang
Aussteigen
JETZT … Stillstand!
Wirkliche Leere
Leere die nichts fordert
Die den Weg nicht vorgibt
Leere die Du nur in der STille findest
Eine Stille die aus dieser Leere heraus wächst
Eine Stille die es nicht im Äußeren gibt
Gedanken kommen und gehen
Du kehrst zurück immer wieder ins HIER und JETZT
Du hältst nichts fest
Nichts
Es gibt nichts
Nicht zu tun
nichts zu verändern
Stille
Stille
Neue Wege tun sich auf für Dich
Du wächst über Dich hinaus
Was vorher wichtig war gehört in die Tonne
Einstige Belanglosigkeiten steigen in den Himmel empor
Einstieg in Dein neues Leben
Keine Pflastersteine
sondern sandige Pfade, die sich immer wieder Deiner Berührung anpassen, die sich verändern und leicht durch Deine Hände gleiten
Freude steigt empor
Wahre Freude
Freude am Leben
Freude
Du spürst die Energie die immer schon da war, aber noch nie von Dir bewusst wahrgenommen wurde
Dankbarkeit
Offenheit
Verletzlichkeit
Schönheit, alles vereint unter dem Begriff der Liebe
Lerne zu lieben was ist und Dein Weg wird sich öffnen
Liebe resultiert in Liebe

Worte im Kopf verursachen Unruhe, geschrieben bringen Sie Ordnung ins Chaos und Leere im Kopf.

Frau Jaeger

Kinder

Da und da und da auch überall dicke Bäuche und die auch und hast Du von der gehört und meine Schwester und meine beste Freundin.. 
alle haben sie eins. 
Mindestens eins
ich will auch eins.
mindestens eins
das so aussieht wie ich
dann bin ich nicht mehr alleine
dann sind wir eine Familie
dann lebe ich weiter
dann ist endlich jemand meiner Meinung
schön zusammen kuscheln
jemanden zum liebhaben
jemanden der mich versorgt wenn ich mal alt bin, naja soweit wollen wir ja nicht denken

doch da spricht der Teufel
das hast Du Dir ja schön ausgemalt… vielleicht kommt es auch ganz anders 

heute schreie ich mal die ganze Nacht, 
meine Windel quillt auch schon über
heute bin ich mal so laut, dass Du Dich nicht mit Erwachsenen unterhalten kannst
Dein Essen mag ich nicht ekelhaft!!!
Du bist ja so peinlich, 
ich verstehe Dich überhaupt nicht
das gefällt mir nicht, ich will Markenkleidung
wo und wie Du wohnst voll blöd ich ziehe weit weit weg
die harmoniescheisse hängt mir zum hals raus, ich will mein Ding machen

Kinder

Früher Gottes Segen
heute für viele Gottesfluch
Eine Last die wir nicht schultern können und wollen
Eine Last die wir uns so nicht nicht vorgestellt haben

Kinder

Instrumente in einer Gesellschaft, die die schnelle Befriedigung im Fokus hat
Die das Wohl des Einzelnen über das Gemeinwohl stellt
Kinder Instrumente die eingenordet werden 
spätestens in der Kita
Kinder Freie Geister, die eine Synapsenverstümmelung in der Schule erfahren
und weiter zu Kapitalismussoldaten ausgebildet werden

Kinder unsere Vorbilder

Niemand außer Ihnen verfügt über soviel geistige Freiheit
Niemand bewegt sich als vermeintlicher Erwachsener so frei, wie ein sogenannter Minimensch

Kinder unsere Zukunft

Kinder unser Schatz
in einer Gesellschaft, die immer mehr braucht und verbraucht, anstatt zu kreieren und zu entspannen

Kinder sind der Weg zum Ursprung des Seins 

Und doch es ist anstrengend wieder dahin zu gehen, woher wir kommen
Im Moment zu sein 
wie ein Kind zu sein 
mit unserem Kind

Widerstände, Wunden, Waffen…
wie auch immer
wir richten alles nur gegen uns selber
gegen das Kind in uns
und gegen das Kind neben uns
das Zugang zu unserer Seele haben möchte

Kinder sind unser Weg zur Heilung
Sie lassen uns großzügig werden und Dinge mit Leichtigkeit und Humor ertragen

Kinder
Nichts ist so schön wie ein Kind
besonders wenn es schläft und nicht nur weil es schläft
sondern wenn es schläft ist es Zeit unser Kind in Ruhe zu betrachten und die ganze Schönheit zu erkennen

Drum lass uns mehr Kind sein unseren Kindern zu liebe
der Welt zu liebe

Anja Jaeger

Die Liebe zu malen, kreieren und zu schreiben war schon immer in Ihrem Leben präsent. Seit 2012 hat Sie Ihre Leidenschaft durch diverse Fortbildungen untermauert. Erste Teilnahme an einer Gemeinschaftsausstellung in 2013. Ihre künstlerischen Ambitionen sind vielfältig. Für Sie bedeutet Kunst stetig Neues zu erlernen und mit Bekannten zu kombinieren. Der Mensch mit all seinen Facetten begeistert Sie, die Umwelt in der er lebt und das Begreifen dessen.